Zahnmedizin

zur Übersicht

 

Autorinformationen

Zahnarzt Dr. Tetsch M.Sc.
Dieser Beitrag wurde veröffentlich von

Herr Dr. Tetsch M.Sc.
Scharnhorststraße 19
48151 Münster
Telefon: 0251 532415
e-Mail: dr.tetsch@t-online.de

Mehr über den Autor lesen Sie hier.
Master

Zahnersatz auf Implantaten im Oberkiefer


Routinemäßig hat die zahnärztliche Implantologie erst Mitte der 80iger Jahre des vorigen Jahrhunderts Einzug in Praxen erhalten. Sicherheit gab es dann als die dreidimensionale Diagnostik mit Computertomogrammen (CT) oder heute auch mit Volumentomogrammen (DVT) zunächst experimentell und heutzutage in schwierigen Fällen standardmäßig angewendet wird.

Im Oberkiefer haben wir andere strukturelle Voraussetzungen als im Unterkiefer. Die Probleme definiert man in folgenden Punkten:

  • Schwierige Knochenmorphologie
  • Schlechtere Knochenqualität (weichere, schwammartige Knochenstruktur)
  • Geringere Kieferhöhe
  • Im Seitenzahnbereich meistens eine weit ausgedehnte Nasennebenhöhle

Diese Punkte waren bei der experimentellen Oberkieferimplantation zunächst nicht bekannt, so dass Implantate in den weichen Knochen ähnlich wie im Unterkiefer eingebracht wurden, so dass die Verlustquote relativ hoch war. Mit den Computertomogrammen und DVT kann man exakt navigieren und eine perfekte Implantatplanung durchführen. Diese sollte folgende Punkte umfassen:

  • Kiefervermessung in Höhe und Breite in Schnittbildern (Cross sectionals)
  • Bestimmung der Knochenqualität über die Knochendichte in Houndsfieldeinheiten (HE)
  • Ausschluss von pathologischen Prozessen im geplanten Implantationsareal
  • Überprüfen der Nasennebenhöhlenschleimhaut
  • Implantatplanung
  • Ggf. Implantatübertragungsschablone oder Navigationshilfen

In unserer Praxis werden die Computertomogramme seit 1993 angewendet und die Erfolgsquote ist trotz der schwierigeren Voraussetzungen identisch zu der des Unterkiefers. Dies zeigt die zunehmende Wichtigkeit der diagnostischen Möglichkeiten.

In der folgenden Darstellung sieht man einen Fall von der Planung bis zum fertigen Zahnersatz in Bilderserie.

CT Querschnitt
Abb. 1: CT Querschnitt mit auffällig gekammerter Nasennebenhöhle
dreidimensionale Implantatplanung
Abb. 2: Dreidimensionale Implantatplanung im zahnlosen Oberkiefer mit computergestützter Implantatplanung und Vermessen des Kiefers (Software: Co-Diagnostix der Fa. IVS-Solutions, Chemnitz)

Abb. 3 und 4: Abformung nach Einheilung und Eingliederung einer Unterkonstuktion

Abformung
Abb. 3
Eingliederung
Abb. 4

Abb. 5 und 6: Fertig gestellter herausnehmbarer Zahnersatz mit einem kosmetische perfektem Ergebnis und einer zufriedenen Patientin

perfekte Krone
Abb. 5
perfekte Krone
Abb. 6

Dr. Jan Tetsch M.Sc.